c't 24/2019
S. 50
aktuell
Internet

Firefox contra Barrieren

Mozilla hat den Barrierefreiheitsinspektor im neuen Firefox 70 um zusätzliche Entwicklertools erweitert. Diese sollen Entwicklern dabei helfen, Websites besser auf ihre Tauglichkeit für Menschen mit Behinderungen zu überprüfen. Damit erleichtert Mozilla auch die Umsetzung einer EU-Richtlinie, nach der Websites und Apps des öffentlichen Sektors ab September 2020 die Web Accessibility Guidelines 2.1 (WCAG) des W3C erfüllen müssen.

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Google: Bessere Suche, kein Flash mehr

Anders als bei der abgebildeten Suchanfrage links gewichtet Google mit dem neuen Algorithmus auch das „to“ vor „usa“ und versteht, dass ein Brasilianer in die USA reisen will (und nicht umgekehrt). Bild: Google

Google verbessert seinen Suchalgorithmus mit der quelloffenen Technik BERT (Bidirectional Encoder Representations from Transformers). Damit will das Unternehmen komplizierte und schwer verständliche Suchanfragen besser verarbeiten. Bislang konnte der Algorithmus durchaus ins Schleudern kommen, wenn Suchende im Glauben an Googles Fähigkeiten auch längere Begriffsketten eintippten. Mit dem BERT-Modell gewichtet der Suchalgorithmus beispielsweise Präpositionen und andere Nuancen höher als bisher. Laut Google soll der überarbeitete Algorithmus etwa 10 Prozent der Anfragen betreffen. Der Konzern bezeichnete ihn als „größten Sprung nach vorne“ der vergangenen fünf Jahren. Zunächst erhält das englischsprachige Angebot ein Upgrade, weitere Sprachen sollen aber bald folgen.

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Social Media gegen Desinformation

Erwischt: Zwei Faktenchecker von Instagram haben falsche Informationen über einen „Fernstraßen-Hai“ in einem Posting als solche gekennzeichnet. Bild: Facebook

Twitter plant neue Richtlinien gegen Deepfakes, die „die physische Sicherheit einer Person gefährden oder zu Offline-Schäden führen könnten“. Laut eines Tweets arbeite man an besonderen Regeln für „unechte und manipulierte Medien“. Diese richten sich gegen Fotos, Videos und Audiodateien, die nachträglich so bearbeitet worden sind, dass sie Nutzern falsche Tatsachen und Ereignisse vermitteln. Solche über Twitter geteilte Deepfakes könnten möglicherweise erhebliche Schäden verursachen, so das Unternehmen. Es will in den nächsten Wochen zunächst in einer Feedback-Phase seine Nutzer einbinden. Die Nutzer sollen Input für die Suche nach unechten Medienbeiträgen liefern und ihre Meinungen einbringen; dieser Input soll in die endgültigen Richtlinien einfließen.

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Venezuela: Adobe bleibt

Der Adobe-Konzern hat die angekündigte Abschaltung seiner Dienste in Venezuela gestoppt. Wie das Unternehmen in einem Blogbeitrag schrieb, habe ihm die US-Regierung nach Gesprächen die Erlaubnis erteilt, Dienste wie die Creative Cloud oder die Document Cloud weiterhin anzubieten. Ursprünglich wollte Adobe die zugehörigen Konten zum 29. Oktober deaktivieren und einen Sanktionserlass von US-Präsident Trump befolgen. Der Erlass untersagt US-Institutionen und -Bürgern jegliche Wirtschaftsbeziehungen mit dem südamerikanischen Land. (mon@ct.de)

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Datenleck bei Adobe

Gemeinsam mit dem IT-Sicherheitsdienstleister Comparitech hat der Security-Spezialist Bob Diachenko aufdeckt, dass Adobe eine Datenbank mit 7,5 Millionen Kundenkonten der Creative Cloud offen ins Netz gestellt hat. Von dem mittlerweile geschlossenen Leck betroffen waren demnach unter anderem Mailadressen, Kontoerstellungszeitpunkte, genutzte Produkte, Abostatus, Mitglieds-IDs, Länder, letzte Logins und Zahlungsstatus. Passwörter und Zahlungsmitteldaten seien nicht einsehbar gewesen. Nutzer sollten dennoch wachsam sein: Angreifer könnten mit den zugänglichen Daten gezielte Phishing-Angriffe durchführen. (mon@ct.de)