c't 2/2018
S. 28
News
Windows-SSH

SSH aus Redmond

Microsofts OpenSSH für Windows

Wer bisher die unter Unix beliebte Secure Shell unter Windows brauchte, eckte an: Clients waren nur als separate Software erhältlich. Kostenlose Server-Komponenten liefen mehr schlecht als recht. Nunmehr tragen Microsofts Bemühungen erste Früchte, Windows um eine Secure Shell zu ergänzen.

Mit dem „Fall Creators Update“, das Windows 10 auf Version 1709 hob, zog weitgehend unbemerkt Microsofts OpenSSH-Anpassung in Windows ein. Seit 2015 arbeiten einige Microsoft-Entwickler daran. Es gibt dazu ein GitHub-Projekt (siehe ct.de/yu66), das besonders im Wiki sehr ausführlich zeigt, wie man die aktuelle Fassung der Software (7.6p1) unter beliebigen Windows-Versionen an den Start bringen kann. Sie besteht aus einem SSH-Client für den Zugriff auf andere Systeme und einem Server, um Windows selbst per SSH erreichbar zu machen.

In Windows 10 Version 1709 steckt ein unvollständiger, etwas älterer Schnappschuss dieser Entwicklung (7.5p1): Client und Server sind jeweils als Komponente installierbar, aber deutlich als Beta-Fassung gekennzeichnet. Auch das GitHub-Projekt bringt nur Testversionen hervor. Egal, wo man sich bedient, raten die Microsoft-Entwickler davon ab, die SSH-Komponenten in produktiven, sicherheitskritischen Bereichen zu nutzen.