c't 10/2020
S. 136
Praxis
USB-C-Port aufgebohrt

Voll aufgebohrt

USB-C-Anschluss des Raspberry Pi 4 ausnutzen

Der USB-C-Port des Raspberry Pi 4 ist für die meisten nicht mehr als ein neumodischer Stromanschluss. Dabei handelt es sich um einen USB-2.0-Port, mit dem Sie den Raspberry Pi 4 als USB-Gadget an anderen Computern nutzen können. Raspis mit der ersten Platinenrevision funktionieren aber nicht mit allen USB-C-Kabeln oder müssen umgebaut werden, damit sie zum USB-Stick oder Ethernet-Adapter werden.

Von Thomas Koch und Mirko Dölle

Als die ersten Raspberry Pi 4 mit USB-C-Anschluss für das Netzteil herauskamen, waren die meisten Bastler wenig begeistert: Für die bisher verwendeten Netzteile mit Micro-USB-Stecker brauchte man einen Adapter. Viele vorhandene USB-C-Netzteile und -Kabel von Smartphones, Tablets und Computern ließen sich aber ebenfalls nicht anschließen, denn aufgrund einer fehlerhaften Schaltung beim Raspi lieferten diese mit den Original-Kabeln gar keinen Strom.

Löten oder kaufen

Die einfachste Lösung für Raspi-4-Besitzer ist, ein „dummes“ USB-C-Kabel ohne SOP-Chips zu verwenden – das sind zum Glück typischerweise die günstigen für weniger als 10 Euro. Oder Sie kaufen einen Raspi 4 der neuen Fertigungsserie, die seit Ende Februar im Handel angekommen ist. Leider haben sich weder die Beschriftung noch die Modellbezeichnung geändert, sodass man vor dem Kauf praktisch nicht herausfinden kann, ob ein Händler noch Raspis der ersten Fertigungsserie ausliefert oder ob er bereits das aktualisierte Modell verkauft.

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