c't 11/2019
S. 90
Test
Notebook
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Mobiler Ryzen-Gamer

15,6-Zoll-Notebook Asus TUF FX505DY mit AMD Ryzen 5 3550H

Mit der dritten Ryzen-Generation hat AMD auch Quad-Cores für leistungsstärkere Mobilrechner eingeführt. Das erste damit bestückte Gerät ist das Gaming-Notebook Asus TUF FX505DY mit Ryzen 5 3550H.

Nach etlichen Saure-Gurken-Jahren hat AMD seit letztem Jahr wieder konkurrenzfähige Mobilprozessoren, die die Hersteller nicht nur in Billig-Notebooks einsetzen [1, 2]. Doch während AMD bei Desktop-PCs Intel auch mit leistungsstarken 8- bis 32-Kernern unter Druck setzt, kamen in potenten Gaming-Notebooks weiterhin nur Intel-CPUs zum Einsatz. Mit der zu Jahresbeginn vorgestellten Ryzen-3000-Generation soll sich das ändern: Zu den CPUs mit einer Notebook-typischen Abwärmeklassifizierung von 15 Watt (U-Serie) kommen nun auch solche dazu, die bis zu 35 Watt verbraten dürfen (H-Serie). Das stellt geringere Anforderung an die Kühlsysteme als Intels H-Serie, die mit 45 Watt spezifiziert ist.

Der Pferdefuß: Während Intel in seiner H-Serie bislang schon sechs CPU-Kerne untergebracht hat und neuerdings sogar auf acht erhöht (siehe auch S. 42), gibt es bei AMD derer weiterhin nur vier. Anders als Intel nutzt AMD für die U- und H-Serie nämlich ein gemeinsames Die, wobei die H-Varianten höhere Taktraten bekommen und ihre Turbofrequenzen länger halten können. Wie bei der Abwärme sortiert sich der Ryzen 5 3550H denn auch hinsichtlich der Rechenleistung zwischen U-Quad-Cores und Intels H-Sechskernern ein. Für sämtliche Office- und Multimedia-Aufgaben reicht das aus; in Spielen limitiert üblicherweise die GPU.

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