c't 20/2020
S. 92
Test & Beratung
Mainboard für Server und Workstations

Bolidenbasis

ATX-Mainboard für einen AMD-Epyc-Serverprozessor

Das Mainboard Asrock Rack EPYCD8-2T passt in ein PC-­Gehäuse im ATX-­Format. Der AMD Epyc macht bis zu 64 CPU-Kerne, 1 TByte ECC-RAM und über 100 PCIe-Lanes nutzbar, aber die Servertechnik hat ihre Tücken.

Von Christof Windeck

Viele Server-Mainboards passen nicht in gewöhnliche ATX-Gehäuse für Desktop-PCs. Das Asrock Rack EPYCD8-2T ist eines der wenigen Epyc-Boards im ATX-Format.

Für Desktop-PCs hat AMD die Prozessorfamilien Ryzen (Fassung AM4) und Ryzen Threadripper (sTRX4) im Angebot. Letzterer ist eng mit dem Epyc verwandt und ebenfalls mit bis zu 64 Kernen erhältlich. Doch der „echte“ Epyc 7002 (Rome, Fassung SP3) hat deutlich mehr L3-Cache sowie acht statt vier RAM-­Kanäle, die sich zudem mit Registered-­Speichermodulen (RDIMMs) bestücken lassen. Solche fassen bis zu 128 GByte, während es UDIMMs für Ryzen und Threadripper auf höchstens 32 GByte bringen. Für Anwendungen, die sehr viel RAM benötigen, aber nur wenige CPU-­Kerne, kommt man mit einem Epyc sogar billiger weg als mit einem Ryzen Threadripper: Der aktuelle Achtkern-Epyc 7232P kostet unter 500 Euro, ein Threadripper 3000 hat mindestens 24 Kerne und kostet über 1300 Euro.

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