c't 16/2020
S. 92
Test & Beratung
Campusnetze

Campus-Primus

MECSware-Starterkit für privates LTE-Campusnetz

Private Mobilfunknetze gehören zu den Investitionsgütern und stehen daher außerhalb unseres üblichen Fokus. Allerdings eilt privaten LTE-­Netzen der Ruf voraus, WLAN klar auszustechen. Deshalb haben wir ausnahmsweise eine solche private LTE-Zelle eigenen Labortests ­unterzogen.

Von Dušan Živadinović

Ein privates Mobilfunknetz besteht mindestens aus einer Funkbasissta­tion, Teilnehmergeräten (z. B. Router) und einem Server, auf dem das Mobilfunkkernnetz läuft. Der Server steuert die Funkbasen und die An- und Abmeldung von Teilnehmergeräten und koppelt sie wenn gewünscht ans Firmennetz an. Zu den Anwendungsbeispielen gehören führerlose Fahrzeuge, intelligente Parkleitsysteme, automatische Verpackung und Versand von online bestellten Waren und die Steuerung von landwirtschaftlichen Maschinen. Weil man solche Netze laut Richtlinien der Bundesnetzagentur nicht für öffentliche Telekommunikation, sondern nur für interne Vernetzung verwenden darf, spricht man auch von Mobilfunkcampusnetzen.

Passende Ausrüstung bieten Netzwerkzulieferer wie Ericsson, Nokia oder Huawei. Oft kooperieren sie mit Netz­betreibern wie Telefónica, der Deutschen Telekom oder Vodafone, um den Kunden im Rahmen von Serviceverträgen das aufwendige Mobilfunkmanagement abzunehmen. Darauf zielen auch Angebote kleinerer Unternehmen, darunter die US-Firmen monogoto oder SpiderCloud.

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